Überwachung, Müll

Wohin kommt der Abfall?

Statt den Menschen durch scheinbare Videoüberwachung Angst zu machen, soll endlich offengelegt werden, wohin der Feldkirch Müll letztlich kommt.

 Feldkircher Müll: Videokameras zur Kontrolle

 

“Wollen wir den totalen Überwachungsstaat? Es geht immerhin nicht darum, eine Gefahr für Leib und Leben von Menschen abzuwenden. Wer bereits bisher die Vorschriften missachtet hat, wird seinen Müll dann womöglich wieder auf der grünen Wiese und im Wald ablagern. Wo – noch – keine Kameras sind.

Information und Motivation statt Überwachung und Bestrafung sind angesagt.” Das waren die Aussagen der SPÖ Feldkirch vor einem Jahr.

 

Aufgrund der vorliegenden Anfragebeantwortung sind die Bedenken zwar aufrecht, gehen aber in eine ganz andere Richtung. Es wurde nämlich nicht überwacht und bestraft, sondern – wie es heißt – es wurden nur 15 Arbeitsstunden aufgewendet, um Videos anzuschauen, und mehr zu Zwecken der Kameraeinstellung. Strafen wurden überhaupt keine verhängt, die Kameras sollen mehr zur “Prävention bzw. Bewußtseinsbildung” dienen.  Im Zeitraum 2017/18 seien noch um 15% mehr Ablagerungen bei/neben den Altstoffsammelinseln vorgelegen als im “Vergleichszeitraum” 2018/19. Im erstgenannten Zeitraum sind offenbar die Weihnachts- und Sylvesterfeiertage enthalten, im zweiten noch nicht. Außerdem erklärt die Anfragebeantwortung nicht, wohin die 13,8 Tonnen Differenz hingekommen sein sollen. 


Summa summarum ergibt sich aus Sicht der SPÖ Feldkirch, dass zwar echte Videokameras angeschafft wurden, diese aber die Funktion bloßer Attrappen haben, die der Bevölkerung Angst vor Strafen machen sollen. Sinnvoller wäre die aktuelle Aufklärung, wo welcher Feldkircher Müll letztlich entsorgt wird, damit sich die Menschen an einem gemeinsamen sinnvollen Projekt der Mülltrennung gerne beteiligen können.  

 

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