Bildung, Lehrer, FSG

LEHRER AN DEN PRANGER

Lehrer*innen-Bewertung: Ja, aber gut überlegt wie.

Schon längst fällig ist die Möglichkeit, Unterrichtenden ein anonymes feed-back von der Basis, den SchülerInnen, zu geben. Das Schema “Einmal Lehrer, immer Lehrer” kann in Einzelfällen dazu führen, das Kinder und Jugendliche über Jahrzehnte gequält werden, sei es aufgrund persönlicher Mängel, fehlender Sensibilität für die Gruppendynamik in der Klasse oder überzogener Leistungsanforderungen. Nur extreme Ausrutscher des Lehrpersonals, welche schon ins Strafrechtliche gehen, werden sanktioniert. Zwar wählen die Schüler*innen aus Ihrer Mitte Kolleg*innen, welche sie vertreten. Aber dem Kollektiv der Lernenden eine unmittelbare und geheime Stimme zu verleihen, kann ein wichtiges Korrektiv sein. 

Jedenfalls sind Bewertungen und  Beurteilungen eine heikle Sache, vor allem wenn denen kein wissenschaftlich-fachliches Konzept zu Grunde liegt. Es geht ja nicht um den Meerblick eines Hotelzimmers. Dass eine privat von einem 17-jährigen Schüler und so genannten Investoren entwickelte App auch ausreichend sinnvolle Kriterien für die Bewertungen von lehrenden Menschen bietet, darf bezweifelt werden. Eines der Kriterien – erfährt man aus den Medien – sei die Pünktlichkeit von Lehrern… Ein Teilaspekt, der SchülerInnen bekanntlich wenig interessiert.

 

Die FSG-Lehrergewerkschaft macht bereits mobil gegen die App. Viel Erfolg!

  

 

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